Urkatastrophe des Jahrhunderts

Der I. Weltkrieg
1914-1918

Friedenskarte Picasso

Die Propaganda hat es geschafft, dass hunderttausende mit Begeisterung in den Krieg zogen. Sie betrachteten es als ihre patriotische Pflicht: Bürgersöhne, Künstler. Eine Ausstellung in der Bundeskunsthalle zeigte, dass selbst Künstler wie Pablo Picasso, der nach dem II. Weltkrieg für Friedenskongresse und die Friedensbewegung insgesamt seine wunderbaren Tauben geschaffen hat, damals mit Begeisterung in die Schlacht zog. Käthe Kollwitz ließ ihren erst 17 jährigen Sohn in den Krieg ziehen. Sie hat es sich selbst nie verziehen und schuf viele Kunstwerke gegen den Krieg.

Gisela Blomberg Historikerin referierte am 10. April über die Situation der Frauen in Düsseldorf während des I. Weltkrieges.

Düsseldorf war eine Industriestadt mit bereits 420.000 Einwohnern. Sie war Nachschub – und Lazarettstadt. Allein die Waffenschmiede Rheinmetal verzehnfachte ihre Anzahl Beschäftigter während des Krieges. Viele bürgerliche Frauen verstanden es als patriotische Pflicht ehrenamtlich an den Bahnhöfen für die Erfrischung und Verpflegung der Soldaten zu sorgen oder nach einer kurzen Ausbildung im Lazarett zu arbeiten.

Viele Frauen arbeiteten in den Metall und Rüstungsbetrieben, weil ihre Männer im Krieg gefallen waren und sie die Kinder alleine durchfüttern mussten. Sie wurden Schaffnerinnen, Müllwerkerinnen u.a.m. bekamen aber nur 50%  des Lohnes für die gleiche Arbeit wie die Männer.

Niemals wieder!

Der Hunger und das Elend waren groß. Es kam zu Protesten und Plünderungen. 16 Millionen Menschen sind in diesem Krieg gefallen, in den Schützengräben bei Senfgasangriffen einfach verreckt. Bis heute findet man ihre Überresten auf den alten Schlachtfeldern. Es war nicht möglich jeden zu bergen und zu begraben.

Das Dahinstellen von Kriegerdenkmälern hatte Hochkonjungtur.

Der I. Weltkrieg ging als die Urkatastrophe des Jahrhunderts in die Geschichte ein.

Text: I.Lang
Illustrationen: Pablo Picasso und John Heartfield