Braunkohle stoppen!

Die Wasserdampfwolke und giftige Abgase eines Braunkohlekraftwerkes ziehen über die grüne Landschaft und eine riesige Steinwüste mit grossen Baggern.

Braunkohleförderung abbauen –
Alternativen für Mensch und Umwelt suchen

Am 25. April bildeten 6000 Menschen (Zahl von rp) eine Kette in Garzweiler gegen den Braunkohleabbau.

Seit Jahren sind Tausende von Menschen umgesiedelt worden, aus ihren seit Generationen bewohnten Häusern vertrieben und in Retortendörfern neu angesiedelt worden. Wer einmal durch einen komplett intakten Ort gefahren ist, in dem weder Tier noch Mensch anzutreffen ist, weiss wie gespenstig das ist.

Die im Tagebau abgebaute Braunkohle ist ein tiefer Eingriff in die Natur: eine tief gebaggerte Steinwüste soweit das Auge blickt, wo einst Wiesen, Äcker und Dörfer lagen. Die Kraftwerke speien Tag und Nacht Wasserdampf über die Gegend, die Abgase enthalten hochgiftiges Quecksilber. (siehe Artikel «Luftverschmutzung»)

Die Braunkohle einmal abgebaut und verfeuert ist nicht erneuerbar, d.h. für immer weg. Das bedeutet, es müssen dringend Alternativen zur Energiegewinnung gesucht oder weiterentwickelt werden. Dies auch im Interesse der 11.000 Menschen in NRW, die im Braunkohlerevier ihren Arbeitsplatz haben.Braunkohlen-Tagebau.

Am gleichen Tag demonstrierten 15.000 Menschen aus Ost und West in Berlin für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze bei der Braunkohle.

Gab es da nicht mal Alternativen, war Deutschland nicht Weltmeister in puncto regenerativer Energiegewinnung?  Warum hat man da die Subventionen gestrichen und hat damit viele Kleinunternehmen in den Konkurs getrieben? Haben die Energieriesen daran kein Interesse, weil sie damit keinen ordentlichen Gewinn machen können?

Im Interesse von Mensch und Umwelt müssen dringend und mit Hochdruck Alternativen bei der Energiegewinnung z.B. Kraft-Wärme-Koppelung und bei den Arbeitsplätzen gesucht werden. Dafür ist es sinnvoll Subventionen aus Steuermitteln auszugeben. Dafür lohnt es sich auch zu demonstrieren. Alles andere wäre tödlich.

Text und Fotos (Archiv): I.Lang


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