Kategorie-Archiv: Antifaschismus

Menschenketten gegen Rassismus

Garath tolerant und weltoffen/ Düsseldorf stellt sich querGarath tolerant und weltoffen / Düsseldorf stellt sich quer

«Hand-in-Hand-gegen-Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt»

Rechtzeitig vor dem 20. Juni, dem 20. Weltflüchtlingstag, bildeten sich (lt. Fernsehnachrichten) am vergangenen Samstag in 19 deutschen Städten Menschenketten mit gegen 40.000 TeilnehmerInnen unter dem Motto «Hand-in-Hand-gegen-Rassismus und mehr Toleranz».

In Garath im Düsseldorfer Süden reihten sich gegen 100 Menschen in die Kette ein gegen Rassismus und für mehr Toleranz. Es wären bestimmt mehr gewesen, wenn nicht gerade zu Beginn der Aktion ein Wolkenbruch hernieder ging.

Volker Goetz als Vertreter des Bündnisses «Garath tolerant und weltoffen» sorgte als Moderator mit dem Gassenhauer «Dass wir Garather sind, weiss jedes ein Kind…» für die richtige Stimmung. In der Menschenkette standen auch der OB Geisel (SPD), die Landtagsabgeordneten Walburga Benninghaus (SPD), Martin-Sebastian Abel (Die Grünen), die Stadtabgeordneten Angelika Kraft-Dlangamandla (Die Linke), Lutz Pfundner (Die Linke) und Martin Volkenrath (SPD). Sie forderten in ihren Redebeiträgen mehr Toleranz und Solidarität gegen Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit.

Ashkan Mirhosseini und Pruia Royan (Musiker aus dem Iran und Irak) spielten in der vor dem Regen schützenden Unterführung Klassiker der amerikanischen Folk-Musik.

Text und Foto: I.Lang


  • www.youtube.com: video von L.Dlangamandla
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Menschenkette

8. Mai 2016: «Der Schoss ist fruchtbar noch…»

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Gedenkveranstaltung der DKP und der Partei Die Linke beide Düsseldorf auf dem sowjetischen Friedhof Gallberg

Die Ansprache der Partei Die Linke bezog sich auf den Friedhof und die aktuelle Lage in Syrien.

Ansprache von Uwe Koopmann (DKP) zum 8. Mai 2016 geben wir u.st. wieder.

«Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch»

Im Epilog warnte Bertolt Brecht im März 1941 in seinem bekannten Theaterstück «Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui» vor den Gefahren des Faschismus. Brecht war zu der Zeit ins Exil nach Finnland geflüchtet. Im Juli traf er in den USA ein. Dort sollte «Ui» aufgeführt werden. Die Zusammenhänge von Faschismus und kapitalistischen Machtstrukturen sollten vermittelt werden. Deshalb die theatralische Verlagerung ins amerikanische Gangstermilieu. Allerdings: Das Stück wurde im September 1941 in den USA nicht zugelassen. – Die Uraufführung folgte erst nach Brechts Tod am 10. November 1958 in Stuttgart. Seit 1959 wurde «Ui» im Berliner Ensemble 500 mal gegeben.

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Stadt genehmigte Räume – Breiter Protest gegen Kreisparteitag

Menschenmenge mit weißen Rosen.

Düsseldorfer AfD mietete sich ins Geschwister-Scholl-Gymnasium ein

Die AfD mietete Räume für ihren Düsseldorfer Parteitag an – angeblich ganz zufällig im städtischen Geschwister-Scholl-Gymnasium. Die Stadtverwaltung genehmigte den Mietvertrag, weil sie nach eigenen Angaben die Schulräume nicht verweigern dürfte: Da die AfD-Gruppe mit einem Ratsherrn im Rat vertreten sei, habe sie ein Recht auf Nutzung städtischer Räume.

Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) schloss sich dieser Rechtsauffassung an – und verurteilte gleichzeitig politisch den AfD-Auftritt. Das ambivalente Verhältnis zwischen Stadt und AfD setzte sich damit fort. Zuvor war bereits die mehrheitlich der Stadt gehörende Messe an die AfD vermietet worden.

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Rechter Mob in Garath

In Garath müssen Umwege gemacht werden

In Garath müssen Menschen Umwege machen um von dem rechten Mob nicht angepöbelt zu werden.
In Garath hat sich ein rechter Sumpf angesammelt, der die Einwohner terrorisiert. Die Vertreterin der Partei “Die Linke” wurde körperlich und verbal bedroht. Das kann man so nicht zulassen.

Am Samstag, dem 30.01.16 demonstrierte “Düsseldorf stellt sich quer” gegen eine Demo der Republikaner. Am Anfang waren es etwa fünf Rechte, dann wuchsen sie auf ca. zwanzig an. Die Gegendemonstranten waren eindeutig in der Mehrzahl.

Am Montag soll eine Initiative “Garath stellt sich quer” gegründet werden, um diesem rechten Spuk ein Ende zu bereiten. (siehe unten)

Text: I.Lang
Foto: B.B.


 

 

Asylpaket II: Düsseldorf hat sich quer gestellt

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Am 23.01.2016 hat sich Düsseldorf quer gestellt

Sexismus kann man nicht mit Rassismus bekämpfen und Rassismus bekämpft man nicht, in dem man das Asylgesetzt verschärft und alle Flüchtlinge in einen Topf wirft und sie für Probleme verantwortlich macht unter denen sie am meisten zu leiden haben:

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  • Deutschland ist mitschuld an den Fluchtursachen in Lybien, Irak, Syrien und Afghanistan
  • die Bundesregierung traf keine Vorbereitung auf den Flüchtlingsstrom und die Verwaltung ist z.Zt. völlig überfordert
  • tausende junger Menschen sitzen monatelang in grossen Hallen und können nichts tun
  • wer noch kein Asylrecht hat, darf nicht am Deutschunterrricht teilnehmen
  • es fehlt an Pädagog*innen und Sozialarbeiter*innen
  • seit Jahren fehlt es an bezahlbarem Wohnraum auch für die bereits hier Ansässigen
  • viele junge Nordafrikaner leben zum Teil seit Jahren ohne Papiere hier, tun sich in Banden zusammen und versuchen sich mit kleinen und grossen Diebstählen über Wasser zu halten (was keine Entschuldigung für kriminelle Taten ist).

P1260754An der heutigen Demonstration von DSSQ (Düsseldorf stellt sich quer) marschierten etwa 400 Teilnehmer*innen aus verschiedenen Organisationen und Initiativen mit. Sie demonstrierten gegen die Verschärfung des Asylgesetz und den zunehmenden Rassismus, angeheizt durch rechtspopulistische Organisationen wie Pegida und AfD und durch die Berichterstattung der Medien.

Text: I.Lang
Fotos: B.B.

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Was dem Willkommen folgt

Veranstaltung
zu Flüchtlingsfragen

Köln 14. Januar 2016. Drei Monate nach unserer ersten Veranstaltung zu diesem Thema und vierzehn Tage nach den Ausschreitungen zu Silvester sind es noch einmal deutlich mehr Menschen, die sich für die Lage der Flüchtlinge in Köln interessieren. Der Saal ist voll. Auffällig viel Jugend unter den 80 TeilnehmerInnen.

Wolfgang Reinicke-Abel (DKP) freut sich darüber, begrüßt die Gäste und leitet die Versammlung. Eingeladen haben: Pro Asyl, AWO Verband Mittelrhein, Sozialistische Selbsthilfe Mülheim, DFGVK, SDAJ, DKP, DIDF, Integrationsagenturen NRW, Schulplätze für alle, Kinderhilfe Mesopotamien, Die Linke Köln, TÜDAY.
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Silvester in Köln und die Folgen

Köln gegen Rassismus

Nein zu rassistischer Hetze!
Nein zu sexueller Gewalt!

«Polizei zieht Bilanz: Ausgelassene Stimmung – Feiern weitgehend friedlich», so heißt es in der ersten Pressemitteilung über die Silvesternacht. Sie habe hauptsächlich wegen Körperverletzung (80 Einsätze), Ruhestörung (76) und Sachbeschädigung (20) einschreiten müssen, teilt die Kölner Polizei zunächst mit – Zahlen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Aber die Kölnische Rundschau vermerkt online schon am 1. Januar «drastische Ausnahmen». Allmählich wird bekannt, dass es zahlreiche sexuelle Übergriffe und zwei vollendete Vergewaltigungen in und um den Kölner Hauptbahnhof gegeben hat. Wegen der großen Menge konnten in der Tatnacht gar nicht alle Anzeigen durch die beiden Beamten aufgenommen werden. Als Täter kommen für die Polizei nordafrikanische junge Männer in Frage, eine Tätergruppe, die sie als Taschendiebe mit Antanz-Masche zu kennen glaubt. Bald aber ist von 1000 Nordafrikanern oder Arabern die Rede.

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Da waren es nur noch 18!

Ein kläglicher Haufen von DÜGIDA-Leuten.NO-
DÜGIDA
vom 23.10.2015

Diesmal traf sich die DÜGIDA auf dem Worringer Platz in der Nähe des Hauptbahnhofs. Es waren lächerliche 18 DÜGIDAs, die mit ihrem Auto einen grossen Umweg um Anti-Dügida und Polizeisperre fahren mussten, um sich überhaupt zu finden. Sie waren von der Polizei so gut geschützt, dass man sie kaum ausfindig machen konnte.Ein penibler Einsatzleiter aus Köln (Auslandseinsatz) wollte vom Anmelder der Antidügida, dass er die Lautsprecherboxen um 5 cm!!! Drehen soll, damit es mit der Anmeldung übereinstimmt.Nach Abgang der DÜGIDA, beschützt durch die Polizei bis zur Bahnsteigkante, durften auch die Anti-Dügida-Leute wieder das Bahnhofgebäude betreten.

Text und Fotos: I.Lang


Weitere Fotos: B.Bellwinckel & I.Lang


Die rechtsextreme Melanie Dittmer.Nachtrag zur Person: Melanie Dittmer, Ende 30, mit einer strammen Neonazi-Vergangenheit, eine der wenigen Frauen, die in der rechten Szene was zu sagen haben, mal Mitglied im Landesvorstand der «Jungen Nationaldemokraten», redaktionelle Mitarbeit bei den Neonazi-Postillen «Ruhrstürmer» und «Schwarze Fahne», tritt auch heute manchmal als Pressevertreterin auf, darf in Düsseldorf wegen ihren rechten Sprüchen weder eine DÜGIDA-Demo anmelden noch öffentlich reden.

Weitere Infos: Spiegel Artikel vom 21.12.2014 und LOTTA #57 vom 01.11.2014


www.duesseldorf-stellt-sich-quer.de

Wir stellen uns quer!

No -Dügida 16.10.2015

Es ist gut solange die Anzahl der Gegendemonstranten höher ist – es waren diesmal 350-400, als das Neonazipack, aber das reichte diesmal nicht. Das Pack reiste wieder quer aus NRW an und machte gerade mal zusammen schlappe 72 (lt. Polizeiangaben), tatsächlich waren es eher 25-40.

Es lag nicht am Wetter – es goss in Strömen -, sondern daran, dass die sogenannte bürgerliche Mitte um den »Düsseldorfer Apell« fehlte. Deshalb waren diesmal spürbar weniger Gegendemonstranten unterwegs und die Polizei hatte leichteres Spiel, den Nazis die Straße frei zu knüppeln und die Gegendemonstranten in dunklen Ecken einzukesseln und ihr Mütchen für vergangene Frustrationen spüren zu lassen.

Dieser kümmerliche Haufen Neonazis war klarer Sieger des Abends. Niemals zuvor hatten sie die angemeldete Gesamtstrecke ablatschen können und sie genossen sichtlich diesen Erfolg. Wenn der 12. Mann der Fußballmannschaft das Publikum ist, dann war der 12. Mann des »Dügida«–Packs, weil es kein anderes Publikum da war, die Polizei.

Text und Foto: B.Bellwinckel


  • Video Düsseldorf stellt sich quer
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