Kategorie-Archiv: Düsseldorf

CO-Pipeline – eine unendliche Geschichte

Gegnerinnen und
Gegner der Giftgasleitung werden weiter kämpfen

Landkarte mit der geplanten Giftgasleitung.

CO: Farblos, geruchlos, tödlich.

Covestro will die Giftgasleitung unbedingt bauen. Bei der Bezirksregierung Düsseldorf soll ein Antrag auf Planänderung anhängig sein weil «unerwartete Hindernisse im Boden aufgetaucht» seien. Zur Frage nach dem Allgemeinnutzen der Anlage hat das Oberverwaltungsgericht Münster noch nicht entschieden.

Dazu schreibt Dieter Donner,  Pressekoordinator der Stopp Bayer-COvestro-Pipeline Initiativen  Monheim, Hilden, Langenfeld, Erkrath, Ratingen, Solingen, Düsseldorf:

«Die umstrittene CO-Pipeline ist weiterhin Thema bei Covestro, nachdem sich Bayer dieses Problem durch Ausverkauf der Anteile des Tochterunternehmens im Zuge des Monsanto-Deals vom Hals zu schaffen versuchte. Der Name Bayer ist trotzdem weiter im Verfahren präsent. Und auch die Sprüche und Verlautbarungen von Covestro folgen nach dem Abschied dem gleichen Muster: Unangenehmes verschweigen und die ‹Fakten› in alter Bayer-Manier ‹uminterpretieren›!»

Mehr als 110.000 Menschen und 10 Städte mit 1,5 Millionen Einwohnern fordern:

Keine Risiko-Leitung durch Wohngebiete!

Quellen: Stopp Bayer-CO-Pipeline Initiativen
Bild: BUND



 

Herzliche Glückwünsche Dieter Süverkrüp

Dieter Süverkrüp 2011

Am 30. Mai wurde Dieter Süverkrüp  84 Jahre alt

dazu brachte der WDR einen wunderbaren Beitragn den wir hier verlinken, damit alle, die ihn verpasst haben, ihn im Nachhinein noch  sehen können.

Süverkrüp
«Er ist der Literat unter den politischen Liedermachern, die in den 60er Jahren auf keinem Open-Air-Festival, aber auch bei keinem Polit-Event fehlten: der Düsseldorfer Dieter Süverkrüp. Der 83-Jährige singt zwar schon lange nicht mehr, aber er erinnert sich noch gerne an die damalige Zeit.»

Foto: I. Lang

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-duesseldorf/video–jahre-nach–dieter-sueverkruep-100.html


 

 

 

 

…heut‘ is uns alles ejal, mer fiere Karneval

JHV DKP Düsseldorf

Hauptversammlung der DKP Düsseldorf

Am vergangenen Samstag nahmen am 2. Teil der Jahreshauptversammlung der DKP Düsseldorf 19 DKP-Mitglieder teil. Etliche Mitglieder waren entschuldigt; drei der teilnehmenden GenossInnen mussten – aus unterschiedlichen Gründen – die Versammlung vor den Wahlen zum Kreisvorstand verlassen. An den KV-Wahlen beteiligten sich demnach 16 GenossInnen.

Sie wählten als – gleichberechtigte – SprecherInnen Uwe Koopmann; Hermann Kopp und Inge Trambowsky. Inge wird auch künftig die Kreiskasse betreuen. Als weitere Mitglieder des Kreisvorstands wurden Gisela B, Simon P, Christiane S und Klaus W gewählt.

Schon im Rechenschaftsbericht und der Diskussion dazu spielten die derzeitigen parteiinternen Konflikte ein wesentliche Rolle. Zwei der jetzt gewählten SprecherInnen – nämlich Hermann und Inge – sowie drei der vier weiteren KV-Mitglieder erklärten schon vor ihrer Wahl, ihr Mandat niederzulegen, falls beim 22. Parteitag – er findet Anfang März 2018 in Frankfurt/M. statt – der vom PV beantragte Unvereinbarkeitsbeschluss zwischen einer „Mitgliedschaft“ im „kommunistischen Netzwerk“ und einer Mitgliedschaft in der DKP verabschiedet würde. Wer damit nicht einverstanden sei, betonten sie, dürfe sie nicht wählen. Sie wurden – obwohl es zwei weitere Kandidaten gab, die es ablehnten, sich dieser am Beschluss der KMV vom März orientierten Haltung anzuschließen – mit klarer Mehrheit gewählt.

Mit ihrer Positionierung gegen den beantragten Unvereinbarkeitsbeschluss steht die DKP Düsseldorf nicht allein. Das lässt sich, indirekt, auch dem besorgten „Appell“ entnehmen, mit dem sich das Sekretariat des PV im Auftrag der 11. PV-Tagung an die DKP-Mitglieder wendet. (Ihr findet den Appell im Anhang zu dieser Mail.) Gewiss wäre ein Unvereinbarkeitsbeschluss DKP / „Netzwerk“ nicht identisch mit einem Ausschluss der GenossInnen, die sich dem Netzwerk zugehörig fühlen oder den Brief seiner Initiatoren unterzeichnet haben (eine „Mitgliedschaft“ kennt das Netzwerk ohnehin nicht); Parteiausschlüsse können bekanntlich nur, in der Regel auf Antrag, von den zuständigen Schiedskommissionen beschlossen werden. Aber ein solcher Beschluss würde als ständige Drohung gegenüber denen dienen, die sich – und sei’s noch so unvernünftigen, wenig durchdachten, ohne breite Diskussion in der Mitgliedschaft gefassten  – Mehrheitsbeschlüssen nicht unterwerfen wollen. Hier ist nicht der Ort, dazu ausführlich zu argumentieren; das haben wir am Samstag gemacht. Und wir haben am Samstag auch auf ein kluges Beispiel hingewiesen, wie unter schwierigen Bedingungen mit vorerst nicht lösbaren Konflikten umgegangen werden kann, ohne die Partei und ihren Zusammenhalt zu zerstören: nämlich den Beschluss der Bezirksmitgliederversammlung Niedersachsen zur Bundestagswahl vom 12. November 2016:
http://www.dkp-niedersachsen.de/bezirk/dkp.php?dkp=2&zartikel=1&anker=BV201611#BV201611 Und ich darf diesen Hinweis ergänzen durch den auf Prof. Heinz Karls Vortrag „Lenins ‚Partei neuen Typus‘ im Widerstreit der An- und Draufsichten“, gehalten Ende April bei der Konferenz der Marx-Engels-Stiftung zum Gedächtnis an Günter Judick, den wir in Marxistische Blätter 3-17 veröffentlicht haben. Wer das Heft nicht hat, findet den Beitrag auch unter https://archiv2017.die-linke.de/fileadmin/download/geschichtskorrespondenz/2017/geschichtskorrespondenz_juli2107.pdf .

Mit roten Grüßen
Hermann Kopp


 

Endlich tut sich etwas!

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Endlich tut sich ‚was
auf dem Kamper Acker

Der Kamper Acker ist seit Vernichtung grosser Bäume eine triste grau Betonfläche Mitten in Holthausen, dem Sitz der Henkelwerke in Düsseldorf.

Ständig Konflikte mit Drogenabhängigen, die keinen Treff haben, alkoholisierte Arbeitslose ohne Perspektiven, geschlossene Geschäfte und Eltern, die ihre Kinder nicht allein auf den Platz gehen lassen.

Das «40 Grad Festival» organisiert von Klaus Martin Becker und Klaus Klinger (Farbfieber) will nun zusammen mit Kindern und Jugendlichen den Kamper Acker zu einem bunten Platz gestalten. Der Strassenkünstler Charles Bhebe, Künstler aus Sibabwe, beginnt mit der Gestaltung von Hausfassaden.

Der Kinderclub aus der Kiefernstrasse bringt den Kindern Kunststücke mit Jonglierstäben bei, an einem Tisch können Buttons selbst gestaltet oder farbige Stempel auf’s Papier gedruckt werden. Der Betonplatz ist geeignet für Kunststücke mit dem Fahrrad und Steppdances.

Endlich belebt sich dieser Platz für alle und die Anwesenheit einiger Bezirksvertreter*innen u.a. auch Herrn Graf, dem Bürgermeister der Bezirksvertretung 9 in Düsseldorf, lässt hoffen, dass die Ortspolitiker*innen sich zukünftig mehr um den Platz kümmern werden.

Die Aktion läuft bis 25. August immer von 12 bis 17 Uhr.

Text: I.Lang
Foto: B.Bellwinckel


weitere Fotos von Lang & Bellwinckel: Kamper Acker


Grand Départ 2017

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Grand Départ 2017
pour les sans culottes!?

oder auf deutsch: der Start der Tour de France in einer Stadt, die sparen muss.

In Düsseldorf wird der Start der Tour de France geplant unnd viele events drehen sich 2017 um das Fahrrad und zugleich, weiss der Rat der Stadt noch nicht, wo er sparen soll.

Kommentar zum Jahresbeginn: I. Lang
alte Karrikatur von Stefan Siegert
für die DKP Düsseldorf

 

 

Düsseldorf stellt sich quer

Demonstranten vor S-Bahnhof Düsseldorf-Garath mit Fahnen und Transparenten: »Flüchtlinge willkomen! Rassisten raus! DKP«, »Nie wieder Faschismus! Die Linke«.
In Düsseldorf solidarisch an der Seite der Flüchtlinge und Asylbewerber.

Asyl-Gegner in Düsseldorf-Garath abgemeldet

Während erneut Hunderte von Flüchtlingen im Mittelmeer ertrinken, fordern die Düsseldorfer »Republikaner« nach dem Motto »Die Schiffsluken dicht!«, keine weiteren Asylbewerber in den Stadtteil Garath aufzunehmen. Das Bündnis »Düsseldorf stellt sich quer« hat sich erfolgreich dieser inhumanen Abschottungspolitik entgegengestellt. Solidarisch beteiligte sich auch die DKP Düsseldorf an dem Protest gegen den Auflauf der »Republikaner«.

Auch die Interventionistische Linke kritisierte den Versuch der »Reps«, »die Anwohner*innen gegen die Flüchtlinge aufzuhetzen.« Sie forderte schon im Vorfeld, Protest und Widerstand auf die Straße zu tragen. Das Motto: »Nazis vertreiben – Flüchtlinge bleiben!«

Sozialdemagogisch hatten »Reps« die Aufnahme von Flüchtlingen trotz unzureichender Unterbringung ausgenutzt, um eine Überflutung mit Flüchtlingen zu prognostizieren und Sozialneid bei den Anliegern heraufzubeschwören. Vor Schuljahresbeginn waren von der Düsseldorfer Stadtverwaltung noch mehrere Turnhallen als Massenquartiere requiriert worden. Vielerorts sollen Container aufgestellt werden.

Rechtsanwalt Volker Götz, ein »Ureinwohner« von Garath skizzierte die rund 50 Jahre alte Geschichte der »Trabantenstadt« als Schmelztiegel mit vielen integrierten Flüchtlingen: ehemalige Bewohner der DDR, Kontingentflüchtlinge aus der UdSSR, Übersiedler aus Polen und Rumänien als »Blutsdeutsche« nach dem Ius sanguinis, Flüchtlinge aus dem Pinochet-Regime in Chile, türkische Arbeitsimmigranten (»Gastarbeiter«) – und jetzt Flüchtlinge aus Nordafrika, aus dem vorderen Orient und dem ehemaligen Jugoslawien.

Götz betonte, dass diese Zuzüge immer willkommen geheißen wurden – aber nicht von jedem. Kanzler Helmut Kohl (CDU) propagierte, dass das »Boot« voll sei. Unterstützt wurde er massiv von der Springerpresse (BILD, Welt am Sonntag). Die politischen Vorgaben wurden von den jeweils aktuellen Bundesregierungen verlängert und von den rechtspopulistischen Parteien, Organisationen und Initiativen auf die Straße getragen und als brennende Fackeln in Heime für Asylbewerber geschleudert. Genau diese Marodeure wolle man in Garath nicht.

Auch Sigrid Wolf, Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Düsseldorf, und Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke begrüßten das Engagement von »Düsseldorf stellt sich quer«, in dem viele Parteien und Organisationen, darunter die DKP, seit Monaten aktiv Fremdenfeindlichkeit und Rassismus die Stirn bieten.

Text: Uwe Koopmann
Foto: Bettina Ohnesorge


Fotos:Gisela Blomberg