Kategorie-Archiv: Reisholzer Hafen

Krefelder Hafen

Panorama: Bayerwerk Uerdingen.Bayerwerk Uerdingen

«Leuchtturmprojekt» Krefelder Hafen

Der Krefelder Hafen gehört zur RheinCargo
(49% Anteil, 51% der Stadt Krefeld)

Am 15.06.2009 tönte man noch von einem «Leuchtturmprojekt». Krefeld sollte in Linn einen trimodalen Hafen erhalten. Der Hafenbahnhof in Linn – ein 50-Millionen-Euro-Projekt mit Namen «Transterminal», sollte gebaut werden und 2016/2017 in Betrieb gehen. 34 Millionen Fördermittel und Fördergelder vom Eisenbahnbundesamt wurden erwartet und 2,35 Millionen hat die Stadt Krefeld schon für die Planung ausgegeben.

Alles in den Sand gesetzt!

Das Geschäftsjahr 2013 endete für den Krefelder Hafen mit einem Minus von 422.000 Euro und vor einem Jahr verlangte nun der Duisburger Hafen Akteneinsicht beim Eisenbahnbundesamt. Er stellte fest, dass das «Transterminal Krefeld» eine direkte Konkurrenz für den Duisburger Hafen, insbesondere für das Logport-Gelände in Rheinhausen wäre. Das Eisenbahnbundesamt analysierte, welche Auswirkungen das Krefelder Projekt auf die Entwicklung des Grossraums Duisburg hätte und strich die geplanten Fördergelder.

Teil I der Geschichte erinnert uns doch irgendwie an das «Leuchtturmprojekt» Reisholzer Hafen.

Text: I.Lang
Foto: Felix Brocks, wikipedia
Creative-Commons-Lizenz «Namensnennung –
Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 generisch»


Rheinvertiefung

Rhein mit Frachtschiffen.

Vertiefung des Rheins zwischen Duisburg und Köln-Niehl

Die Bürgerinitiative gegen den Ausbau des Reisholzer Hafens «Hafenalarm» lud zum Thema «Rheinvertiefung» den NRW-Geschäftsführer des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Dirk Jansen in den Gemeindesaal in Düsseldorf-Itter ein. Ungefähr 60 Interessierte aus den umliegenden Stadtteilen, Politiker und Journalisten, ein Vertreter der Urdenbacher Kämpe folgten den Powerpointpräsentationen von Georg Huff, einem der Sprecher der BI, und von Dirk Jansen.

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Reisholzer Hafen Dezember 2014

Nun ist die Katze
aus dem Sack

 

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Containerschiff beim Reisholzer Hafen

 

Vor ungefähr zweieinhalb Jahren wurde in der Kantine von Demag-Cranes (heute: Terex) der Öffentlichkeit zum ersten Mal das Leuchtturmprojekt (so auf der Seite der Landeshauptstadt Düsseldorf) Reisholzer Hafen vorgestellt: der etwas marode Hafen soll zum HUB (Zentrum, Drehscheibe) für den Rotterdamer Hafen im Hinterland ausgebaut werden.Da bildete sich eine Bürgerinitiative «Hafenalarm», die alle Argumente – nicht gegen den Ausbau entsprechend dem Bedarf der hiesigen Industrie – sondern gegen den Ausbau zum trimodalen Containerhafen zusammen trug und in vielen Gesprächen mit Bürgern und Politikern diskutierte. Der vor 100 Tagen neu gewählte Oberbürgermeister Geisel (SPD) versprach, dass es einen Ausbau, aber keinen Ausbau zum trimodalen Hafen geben werde.Das Projekt kam nicht voran: es wurde noch keine Projektgesellschaft gegründet, es liegt noch kein Verkehrsgutachten vor (neu für Frühjahr 2015 angesagt) und ergo auch keine Machbarkeitsstudie. Eine Machbarkeitsstudie hat immer die Aufgabe alle Massnahmen zu ergreifen, damit ein Projekt machbar wird.Nun hat sich OB Geisel mit den Vertretern des Steuerungskreises «Masterplan Industrie» (Vertreter von Wirtschaft, Verwaltung und Gewerkschaft) getroffen und über das Projekt Reisholzer Hafen «D.Port» gesprochen.

Die städtische Pressestelle meldete nach dem Treffen:

Der «D.Port» soll nach dem Bedarf der lokalen und regionalen Industrie ausgerichtet werden: Henkel hat eine vollautomatisierte Lagerhalle gebaut und verfrachtet ihre Container auf LKWs, die BASF hat ihre Flüssigbehälter und Terex (Bau von Hafenkränen) schickt in den nächsten Wochen 400 bis 700 MitarbeiterInnen in den verlängerten Urlaub, weil sich die Wirtschaftskrise und das Embargo gegenüber Russland auf die Auftragslage auswirkt.“

Zitat aus dem Benrather Tageblatt vom 10.12.2014

Moral von der Geschicht‘: verspricht ein Politiker ‚was, ist es wie wenn «ein Chamäleon sich zu einer Farbe bekennt».

Text und Foto: I.Lang

 


 

Reisholzer Hafen – quo vadis?

Reisholzer Hafen 2013

Reisholzer Hafen 2013

Reisholzer Hafen – wie weiter?

Die Kom­mu­nal­wah­len sind vor­bei und die Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen lau­fen – vom Reis­hol­zer Ha­fen kein Wort mehr. Man wird sehr wahr­schein­lich «heis­se Ei­sen» mei­den.

In Ge­sprä­chen zwi­schen Ver­tre­te­rIn­nen der Bür­ger­initia­ti­ve und den ver­schie­de­nen Frak­tio­nen (aus­ser FDP) und ein­zel­nen Po­li­ti­kern kam das Ver­spre­chen – auch vom neu­en Ober­bür­ger­meis­ter Gei­sel (SPD), es wird kei­nen Aus­bau des Ha­fens zum tri­mo­da­len Dreh­kreuz ge­ben (An­bin­dung an Bin­nen­schiff­fahrt, LKW und Ei­sen­bahn) nur ei­nen «Aus­bau

ent­spre­chend den Be­dürf­nis­sen der an­säs­si­gen Wirt­schaft». Was na­tür­lich ei­ne dehn­ba­re Aus­sa­ge ist.

Hen­kel und BASF wer­den kei­ne wei­te­ren Be­dürf­nis­se ha­ben, da Hen­kel Ver­trä­ge mit ei­nem Lo­gis­tik­un­ter­neh­men hat, die für die Fir­ma al­les ab­wi­ckelt. Und da Zeit Geld ist, pa­cken sie die Fracht lie­ber auf LKWs, die in ei­ner Ar­beits­schicht im Rot­ter­da­mer Ha­fen sind, als auf ein Fracht­schiff, das 2,5 Ta­ge braucht. Aber wie se­hen die Be­dürf­nis­se der an­de­ren Mit­glie­dern des «In­dus­trie­kreis Düs­sel­dorf» aus?

z.B. die «Ge­sell­schaft Rhein-Car­go», die nach der Fu­si­on der Neuss Düs­sel­dor­fer Hä­fen und den Köl­ner Hä­fen, «ge­gen den all­ge­mei­nen Trend in der Bran­che gros­se Stei­ge­run­gen bei den Leis­tun­gen zu ver­zeich­nen» hat. (Ge­schäfts­füh­rer Rai­ner Schä­fer, RP vom 11.02.2014)

P1110751Aus­ser­dem steht auf der Sei­te des «Mi­nis­te­ri­ums für Bau­en, Woh­nen und Ver­kehr des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len» un­ter «Ha­fen­kon­zep­te», dass der Be­darf an Lo­gis­tik­flä­chen in den Rhein­hä­fen NRWs bis 2025 um das 2,2-fa­che wächst u.s.w.. Eben­so steht auf der Sei­te der Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf im­mer noch un­ter «Mas­ter­plan In­dus­trie», der von IHK, In­dus­trie­kreis Düs­sel­dorf, Ver­wal­tung (un­ter OB El­bers) und der Ge­werk­schaft aus­ge­ar­bei­te­te Idee «D.Port» (wie aus­ge­zeich­net die La­ge des Reis­hol­zer Ha­fens wä­re…).

Wir wer­den wach­sam blei­ben und al­ter­na­ti­ve Mög­lich­kei­ten für das Ge­län­de in Holt­hau­sen, das den Na­men «Reis­hol­zer Ha­fen» trägt, ent­wi­ckeln.

Be­rech­tig­te Fra­ge, die sich in die­sem Zu­sam­men­hang stel­len: «Brau­chen wir wirt­schaft­li­ches Wachs­tum um je­den Preis, d.h. auf Kos­ten von Mensch und Um­welt? Gibt es in der Kom­mu­ne nicht ge­nü­gend an­de­re Auf­ga­ben zur Schaf­fung von Ar­beits­plät­zen, vor­aus­ge­setzt sie er­hält da­für ei­nen ent­spre­chend An­teil am Steu­er­auf­kom­men?
Bei­spiel:
der öffentliche Verkehr könnte ausgebaut werden,
im kulturellen Bereich wird gestrichen, weil das Geld fehlt
beim Umweltschutz (z.B. Deichbau in Himmelgeist) gibt es Bedarf,
im Bildungssektor: jedes Kind, ob behindert oder nicht, hat seine Fähigkeiten, die zu entdecken und fördern brauchen wir mehr LehrerInnen und kleinere Klassen u.s.w..

Auf dem Ge­län­de könn­te man so­viel Um­welt- und Men­schen­freund­li­che­res an­sie­deln.

Text und Fotos: I.Lang
u.st. Fotos: RheinCargo GmbH & Co. KG

 Sieht so die Zukunft aus?

oder so?

Hafenalarm! übergibt 4500 Unterschriften

Übergabe

Am 19. Mai 2014
übergibt Hafenalarm! über 4500 Unterschriften
an den Oberbürgermeister Elbers

 

P1180929Am Montag, dem 19.5.2014 war der Countdown vor dem Rathaus: über 4300 Unterschriften, fein verpackt, überreichten die drei SprecherInnen der Bürgerinitiative „Hafenalarm!“ gemeinsam dem doch noch – oder doch nicht? – erschienen OB Elbers. Er versprach unserer Sprecherin Ulla Wietz, sich die Unterschriften, gerade wegen der anstehenden Wahl, »zu Herzen« zu nehmen und gab sie dann an seinen Vertreter, den Beigeordneten Dr. Keller, weiter. Radio, Fernsehen und Presse berichteten über die gelungene Aktion unserer Bürgerinitiative.

 http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-aus-duesseldorf/videolokalzeitausduesseldorf766.html  (bei 11Min:13)

http://www1.wdr.de/studio/duesseldorf/nrwinfos/nachrichten/studios49468.html

Text: BI Hafenalarm!
Fotos: I.Lang

Podiumsdiskussion zum Reisholzer Hafen

BürgerInnen wollen beteiligt werden!

Auf Ein­la­dung des AK Öf­fent­lich­keit der Bürgerinitiative »Ha­fen­alarm« ka­men ge­gen 400 Bür­ger vor al­lem aus dem Düs­sel­dor­fer Sü­den zur Po­di­ums­dis­kus­si­on in der Frei­zeit­stät­te Ga­rath. Der Saal war voll besetzt. Der Haus­meis­ter muss­te si­cher­heits­hal­ber ei­ni­ge In­ter­es­sen­ten ab­wei­sen.

Die drei Spre­che­rIn­nen leg­ten mit ei­ner Power­point-Prä­sen­ta­ti­on die Ar­gu­men­te der Bür­ger­initia­ti­ve ge­gen den Aus­bau des Ha­fens in sehr be­ein­dru­cken­der und sach­li­cher Wei­se vor.

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